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FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Innovationsprämie – wirkungsvolles Instrument der Technologieförderung

Kleine und mittlere Unternehmen können sich mit Unterstützung des Freistaats Sachsen Wissen zur Umsetzung ihrer Ideen einkaufen. Das Schlüsselwort heißt „InnoPrämie“ und ist ein einfaches Instrument, um Ideen umzusetzen oder Produkte und Verfahren zu verbessern. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst startete Mitte 2010 mit dieser Prämie ein neues Innovationsförderprogramm. Damit sollen Unternehmen wissenschaftliche Einstiegsarbeiten und technische Unterstützung im Vorfeld der Entwicklung von Produkten oder Verfahren erhalten.
Seit der ersten Bewilligung im August 2010 sind über 130 Förderanträge eingegangen. Ende Mai 2012 wurde die 100. „InnoPrämie“ an ein Dresdner Unternehmen vergeben. Auch die LSA GmbH LEISCHNIG SCHALTSCHRANKBAU AUTOMATISIERUNGSTECHNIK, ein kleines Unternehmen mit 21 Beschäftigten aus Wolkenstein wurde bei der Entwicklung eines wiederverwendbaren Rapid-Prototyping-Werkzeuges für variable Formen mit einer InnoPrämie unterstützt. Dr. Steffen Leischnig bestätigt das einfache Antragsverfahren und die kurze Bearbeitungszeit bis zur Bewilligung. Die VOTAG - Volmerhaus Oberflächentechnik AG aus Chemnitz erhielt für Untersuchungen zum Einsatz von Mikrogalvanik ebenfalls diese Förderung. Als FuE-Dienstleister konnte das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS) Chemnitz gewonnen werden.
Mit mehr als 60% der Antragsteller und der bewilligten Zuschüsse liegen die Unternehmen aus unserem Kammerbezirk deutlich vor denen der Kammerbezirke Dresden und Leipzig.
„Mit der „InnoPrämie“ helfen wir kleinen Unternehmen, ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen“, machte Sabine von Schorlemer, Sachsens Wissenschafts- und Technologieministerin deutlich und ergänzte weiter, „die Förderung erreicht genau diese Zielgruppe. Rund drei Viertel der geförderten Unternehmen sind kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Ebenso hoch ist der Anteil der antragstellenden Unternehmen, die damit erstmalig Fördermittel im Rahmen der sächsischen Technologieförderung in Anspruch genommen haben.“ Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaats Sachsen finanziert. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent, maximal 10.000 Euro pro Jahr und Unternehmen.
Der sächsischen „InnoPrämie“ liegt ein schlankes Antragsverfahren zugrunde. Bewilligungsbehörde ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank. Zu den förderfähigen Aufgaben zählen u. a. Machbarkeits- und Werkstoffstudien, Produkttests sowie Konstruktions- und Laborleistungen. Förderfähig sind nur Leistungen aus externer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (FuE). Die externen Dienstleister können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen sein. Kleine und mittlere Unternehmen aus Sachsen können dabei nationale oder internationale Anbieter in Anspruch nehmen.


DOKUMENT-NR. 110115

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  • THEMA DER WOCHE

13.06.2013

Weichenstellung: Berufsorientierung gehört ins Schulprogramm

Wenn Auszubildende während der Lehre feststellen, dass sie sich für den falschen Beruf entschieden haben, ist das für alle Beteiligten unerfreulich. Der DIHK fordert deshalb eine systematische Berufsorientierung schon in der Schule und verweist darauf, dass Unternehmen und IHKs als Kooperationspartner für die Berufsorientierung bereitstehen. Beispielsweise bieten mittlerweile 38 Prozent der Betriebe Schülern Praktikumsplätze an – 2011 galt das nur für 24 Prozent.

  • KAMMERZEITSCHRIFT AUSGABE 06 | 2013