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EHRENAMT

IHK-Vollversammlung beschließt Positionen zur künftigen Ausrichtung der sächsischen Förderpolitik für EU-Strukturfondsperiode 2014-2020

PM 90 | 24.09.2012 „Trotz aller die Konjunktur negativ beeinflussenden Aspekte sind die südwestsächsischen Unternehmer weiterhin zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Der Geschäftsklimaindex liegt nach wie vor deutlich im positiven Bereich“, sagte IHK-Präsident Franz Voigt zur Situation der regionalen Wirtschaft. In seiner Rede an die Vollversammlung am heutigen 24. September sprach er aber auch die extremen Steigerungen bei den Energie- und Kraftstoffpreisen, verschiedenen Rohstoffen sowie die ungeklärten Fragen der Versorgungssicherheit bei Elektroenergie an, die gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Winter Unsicherheit verbreiten.
Bevor Präsident Voigt zu den beiden Vorträgen überleitete, verwies er noch einmal auf das 150- jährige Jubiläum der Sächsischen Industrie- und Handelskammern in diesem Jahr und die Gründungsdaten der beiden südwestsächsischen Kammern 11. November Chemnitz und 27. November Plauen.

Im Anschluss sprach Ilona Roth, IHK-Geschäftsführerin Handel/Dienstleistungen „Zur Situation des Gastgewerbes im Kammerbezirk“. So positioniert sich Südwestsachsen wie auch der Freistaat als klassische Reisedestination für den 2. und 3. Urlaub Ilona Roth stellte u. a. das Zusammenwirken der einzelnen touristischen Branchen, Gästestruktur und Statistiken zu Übernachtungen und Umsätzen vor. Sie betonte, dass der Fachkräftemangel die Branche mit ihren rund 6000 Mitgliedsunternehmen inzwischen mit aller Macht erreicht hat.
Im zweiten Vortrag befasste sich Dietmar Richter, Referatsleiter Verkehr der IHK Chemnitz mit der „Positionierung der IHK Chemnitz zum Landesverkehrsplan Sachsen 2025“. Er untermauerte die Forderungen der IHK an Bund und Land zur zügigen Umsetzung von Schlüsselprojekten, wie z. B. im Schienenverkehr die Strecke Chemnitz – Berlin aufzunehmen, den Verlauf der B 101 ganzheitlich zu betrachten sowie die Verkehrsachse B 95 Annaberg - Chemnitz zu stärken.

Im weiteren Verlauf der Vollversammlung beschlossen die Vollversammlungsmitglieder die Positionen und Forderungen zur künftigen Ausrichtung der Förderpolitik in Sachsen für die EU-Strukturfondsperiode 2014-2020. Die Europäische Union stuft Sachsen ab 2014 nicht mehr als prioritäres Ziel1-Fördergebiet ein. Durch die geforderte Aufnahme aller Regionen Sachsens in das so genannte Sicherheitsnetz werden künftig voraussichtlich nur noch ca. 2/3 der bisherigen Strukturfondsmittel zur Verfügung gestellt. Da die Vorgaben der EU jedoch Mindestquoten im Programm ESF sowie Prioritäten im Programm EFRE vorsehen, werden nur noch etwa die Hälfte der bisherigen Mittel für die Unternehmensförderung bereitstehen. Um den optimalen Mitteleinsatz zu gewährleisten, hat die sächsische Wirtschaft ein gemeinsames Positionspapier mit den notwendigen Förderzielen erarbeitet. Als Hauptziele der Förderperiode 2014-2020 wurden Investitions- und Innovationsförderung, Fachkräftesicherung, Internationalisierung, Energie-, Material-, Rohstoffeffizienz und Umwelttechnologie sowie Infrastruktur benannt.

DOKUMENT-NR. 110351

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13.06.2013

Weichenstellung: Berufsorientierung gehört ins Schulprogramm

Wenn Auszubildende während der Lehre feststellen, dass sie sich für den falschen Beruf entschieden haben, ist das für alle Beteiligten unerfreulich. Der DIHK fordert deshalb eine systematische Berufsorientierung schon in der Schule und verweist darauf, dass Unternehmen und IHKs als Kooperationspartner für die Berufsorientierung bereitstehen. Beispielsweise bieten mittlerweile 38 Prozent der Betriebe Schülern Praktikumsplätze an – 2011 galt das nur für 24 Prozent.

  • KAMMERZEITSCHRIFT AUSGABE 06 | 2013