Aufstiegsfortbildung (Aufstiegs-BAföG)

Aufstiegsfortbildung (Aufstiegs-BAföG)

Techniker, Handwerker und Fachkräfte, die sich zu Industrie- und Handwerksmeistern, Fachwirten, Fachkaufleuten oder Betriebswirten weiterqualifizieren wollen, können auf Antrag eine staatliche Förderung erhalten. Eine Altersbeschränkung besteht nicht.
Die Aufstiegsförderung hilft, die Vorbereitung auf einen Fortbildungsabschluss zu finanzieren, der einen beruflichen Aufstieg ermöglicht. Förderfähig sind Voll- und Teilzeitmaßnahmen sowie Fernunterrichtslehrgänge die mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen.
Die Förderhöchstdauer beträgt bei Vollzeitmaßnahmen 24 Monate und bei Teilzeitmaßnahmen 48 Monate. Gefördert werden die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren zu einem Drittel als Zuschuss und der Rest als Darlehen. Alleinerziehende können einen Kinderbetreuungszuschuss für Kinder bis zum 10. Lebensjahr erhalten. Bei Vollzeitmaßnahmen ist eine Förderung entsprechend der Familiensituation mit einem Unterhaltsbeitrag (Zuschuss und Darlehen) möglich. Bei erfolgreich bestandener Abschlussprüfung und Inanspruchnahme des Maßnahmedarlehens werden auf Antragstellung bei der KfW-Bank 25 % des Darlehens erlassen.
Gründet oder übernimmt der Teilnehmer nach bestandener Abschlussprüfung eine Firma und stellt zusätzlich einen Auszubildenden oder Arbeitnehmer ein, wird ihm auf Antrag bei der KfW-Bank ein Teil des Restdarlehens erlassen.
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte unserem Flyer bzw. der Bekanntmachung der Neufassung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes vom 08.10.2012 (BGBL Teil I Nr. 48 vom 18. Oktober 2012).

"Aufstiegs-BAföG": Leistungsverbesserungen im AFBG zum 01. August 2016

Mit Inkrafttreten der dritten Novelle des AFBG (3. AFBGÄndG) wird aus dem „Meister-BAföG“ das neue „Aufstiegs-BAföG“. AFBG-Geförderte können sich ab dem 01. August 2016 über höhere Bedarfssätze, Zuschussanteile und Freibeträge freuen.
Weiterhin gibt es zahlreiche strukturellen Verbesserungen in der AFBG-Förderung: z.B. Vereinfachung der Fortbildungsdichte, Öffnung der AFBG-Förderung für Bachelorabsolventinnen und –absolventen sowie Studienabbrecher oder Abiturienten mit Berufspraxis, Einführung eines elektronischen Antrags, Reduzierung der notwendigen Teilnahmenachweise.
Im Einzelnen steigen:
  • der maximale Maßnahmebeitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von 10.226 € auf 15.000 € à davon 40 % Zuschuss anstatt bisher 30,5 %
  • der monatliche Unterhaltsbeitrag 
    für den Teilnehmer auf 768 €
    für Ehepartner und jedes Kind auf 235 €
    dabei erhöht sich der Zuschussanteil auf ca. 50 %
  • die Einkommensfreibeträge für Teilnehmer auf 290 €, für Ehepartner auf 570 € und je Kind auf 520 €
  • die Vermögensfreibeträge
    für Teilnehmer von 35.800 € auf 45.000 €
    für Ehepartner und Kinder von 1.800 € auf 2.100 €
  • die pauschalen Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende von 113 € auf 130 €
  • der Förderbetrag fürs „Meisterstück“ von 1.534 € auf 2.000 € à davon 40 % als Zuschuss
  • der mögliche Erlass des genommenen Restdarlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung von 25 % auf 40 %.
 (Quelle: www.aufstiegs-bafoeg.info, BMBF)

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