Großbritannien - Informationen zum Brexit

Brexit-Check für Unternehmen und individuelle Unterstützung

  1. Brexit-Check
    IHKs und DIHK haben ein Online-Tool www.ihk.de/brexitcheck  entwickelt, welches anhand von 18 Themenfeldern Orientierung bietet, wie sich die Unternehmen auf den Brexit vorbereiten können. Das Tool wird kontinuierlich überarbeitet und erweitert. Erstellen Sie sich Ihre persönliche Brexit-Checkliste und prüfen Sie, welche Geschäftsabläufe in Ihrem Unternehmen vom Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU betroffen sind.
  2. Nächste Schritte planen
    Prüfen Sie auf Grundlage Ihrer individuellen Brexit-Checkliste, welche Punkte Sie intern lösen können und welche Schritte Sie gemeinsam mit Geschäftspartnern oder externer Unterstützung in Angriff nehmen müssen.
  3. Unterstützung durch die Ansprechpartner bei der IHK Chemnitz
    Wir unterstützen und beraten Sie gern individuell zu Ihren Fragen.

    Richten Sie Ihre Fragen per E-Mail an:
    brexit@chemnitz.ihk.de

    Fragen zu EU-Märkten / zur Europäischen Union
    Nikola Loske, Telefon 0371 6900-1245

    Fragen zu Zoll und Außenwirtschaftsrecht
    Wolfgang Reckel, Telefon 0371 6900-1243
 

Handlungsbedarf für Ltd.-Gesellschafter

Im Fall des harten Brexits droht Gesellschaftern von limiteds mit tatsächlichem Verwaltungssitz in Deutschland die Gefahr der persönlichen und unbeschränkten Haftung für  Unternehmensverbindlichkeiten. Stellen Sie daher Ihren individuellen Handlungsbedarf und Ihre Handlungsmöglichkeiten nochmals auf den Prüfstand!

Brexit-News

Monatlicher Newsletter des Deutschen Industrie- und Handelskammertages mit aktuellen Informationen rund um das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU.

Auswirkungen des Brexit: Sonderauswertung Going International

Die bundesweite Umfrage „Going International 2019“ des DIHK ist mit Unterstützung von 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland erstellt worden. An der Befragung im Februar 2019 haben sich über 2.100 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligt. Die Ergebnisse der vorliegenden Sonderauswertung zum Brexit basieren auf den Antworten von rund 1.500 Unternehmen, die mit UK geschäftlich in Verbindung stehen.

Auswirkungen des Brexit in den Bereichen Steuern und Zoll

Die Europäische Kommission hat eine Webseite mit Informationen über die Auswirkungen, die der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU in den Bereichen Zoll und Steuern haben wird zusammengestellt. Sofern in einem ratifizierten Austrittsabkommen kein anderes Datum festgelegt wird, wird das Vereinigte Königreich zum 30. März 2019 um 00:00 Uhr (MEZ) zu einem „Drittland“ gegenüber den übrigen EU-Ländern. Die Vorbereitung auf den Austritt im Zoll- und Steuerbereich betrifft nicht nur die EU und die nationalen Behörden, sondern auch die Unternehmen und Einzelpersonen, die mit dem Vereinigten Königreich Handel treiben.

Informationen zu Vorkehrungen der Bundesregierung zum zum Brexit 

Seit Anfang des Jahres informiert die Bundesregierung laufend über Neuigkeiten zum Brexit. Auf der Homepage beantwortet die Bundesregierung Fragen der Bürger und der Unternehmen zum Brexit. Für Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, mehr über Vorkehrungen der Bundesregierung zum Beispiel beim Thema Limited oder Versicherungen und Steuern zu erfahren.

Austrittsvereinbarung

Der Sondergipfel des Europäischen Rates hat das von den Unterhändlern der EU und des Vereinigten Königreichs vorgelegte Brexit-Abkommen sowie die zugehörige Politische Erklärung über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gebilligt.

Zeitschiene Brexit

23.06.2016Die Mehrheit der Briten stimmt in einem Referendum für den Austritt aus der EU
29.03.2017Das offizielle Austrittsgesuch wird von Theresa May überreicht. Zwei Jahre bleiben bis zum endgültigen Austritt. Ab 30.03.2019 ist das Vereinigte Königreich kein Mitglied der EU mehr.
19.06.2018EU-Kommission und Vereinigtes Königreich verhandeln über den Austritt. In einer ersten Phase haben beide Seite über die grundlegendsten Aspekte, wie die Rechte der im Vereinigten Königreich lebenden EU-Bürger und der in der EU lebenden Bürger Großbritanniens, die Grenzfrage Irland/Nordirland und die aus dem Austritt resultierenden finanziellen Verpflichtungen verhandelt. Bis Dezember 2017 konnten in diesen Fragen soweit Fortschritte erreicht werden, dass in die nächste Verhandlungsrunde gestartet werden konnte. Seit Januar 2018 laufen die Verhandlungen über die weiteren mit dem Austritt verbundenen Fragen und den Text des Austrittsabkommens. Thema ist auch eine Übergangsphase nach dem Austritt.
13.11.2018Einigung auf einen Entwurf für ein Abkommen, dass den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU regelt
25.11.2018Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs stimmt dem vorliegenden Austrittsabkommen zu
Dez. 2018geplanter Beginn der Ratifizierung des Austrittsvertrages durch das britische Parlament
30.03.2019Das Vereinigte Königreich ist kein EU-Mitglied mehr.
30.03.2019Soweit ein Austrittsabkommen bis zum 29.03.2019 ratifiziert werden kann, kann eine Übergangsphase bis zum 31.12.2020 und die Verhandlungen über die Gestaltung der künftigen Beziehungen beginnen. Das vereinigte Königreich bleibt in dieser Zeit Teil der Zollunion und behält den Zugang zum EU-Binnenmarkt.
Können sich beide Seiten nicht auf ein Austrittsabkommen einigen, findet ein ungeordneter Austritt statt.
31.12.2020Ende einer möglichen Übergangsphase
01.02.2021Neustart der Beziehungen zwischen EU und Vereinigtem Königreich auf Basis der vereinbarten Rahmenbedingungen.
Ausführliche Informationen zu den Austrittsverhandlungen erhalten Sie auf den Internetseiten der Europäischen Kommission und des Department for Exiting the European Union

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Auf dem Informationsportal "Brexit preparedness" hat die Kommission zu verschiedenen Aspekten Hinweise erarbeitet, um Unternehmen für mögliche Änderungen in diesen Bereichen zu sensibilisieren. Unternehmen sollten die Entwicklungen in diesen Bereichen verfolgen und prüfen, ob bestehende Verträge oder geschäftliche Aktivitäten von der Änderung rechtlicher Grundlagen für diese Bereiche betroffen sind. 
Weitere Veröffentlichungen, die sich mit den Auswirkungen des Brexit auf die hiesige Wirtschaft beschäftigen:

Produktkennzeichnung

Mit dem European Union Withdrawal Act wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der EU alle EU-Verordnungen in britisches Recht übernehmen. Schrittweise werden diese dann in britisches Recht gewandelt. Das bedeutet, dass für eine Übergangszeit gleiche Standards für Produkte und Normen gelten und auch die CE-Kennzeichnung anerkannt wird. Später sind die abgewandelten britischen Normen zu beachten.

Versicherungsvermittlung

Versicherungsvermittler, die grenzüberschreitend im Vereinigten Königreich tätig sind, sollen für den Fall, dass das Notifikationsverfahren nach dem Austritt des Landes aus der EU nicht mehr möglich ist,  auch weiter ihre Dienstleistungen erbringen können. Das britische Finanzministerium hat dazu im Juli 2018 einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Dieser soll ermöglichen, bestehende vertragliche Verpflichtungen zu erfüllen.
Die britische Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) informiert auf  ihrer Internetseite über das geplante Übergangsverfahren für ausländische Versicherungsvermittler.

Weiterführende Informationen

"Brexit--News"Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag informiert in seinem Newsletter regelmäßig über die neuesten Entwicklungen.
Brexit-KompendiumThemenbezogene Positionspapier deutscher Wirtschaftsverbände
Gtai - Brexit SpecialGermany Trade & Invest informiert regelmäßig über Aktuelles und Hintergründe zu den Brexit-Verhandlungen – mit interessanten Informationen für alle, die am deutsch-britischen Wirtschaftsverkehr beteiligt sind.