Neue Berichtspflichten zu Produkten ab 2021

Hersteller oder Lieferanten von Erzeugnissen, die sog. besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) enthalten, sind laut ECHA-Mitteilung ab Januar 2021 zur Übermittlung von Informationen in die “SCIP“-Datenbank (“Substances of Concern in articles, as such or in complex objects (Products)“) verpflichtet. Die Datenbank geht auf die EU-Abfallrahmenrichtlinie zurück.
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat am 9. September 2019 auf ihrer Website neue Informationen zu den Anforderungen der kommenden europäischen Datenbank zu besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHCs) in Erzeugnissen veröffentlicht.
Die erforderlichen Informationen betreffen die sichere Verwendung von Erzeugnissen mit einem bestimmten SVHC-Anteil. Umfasst sind etwa Name, Konzentration und Lokalisierung der SVHC.
Die daraus hervorgehende Informationssammlung soll sowohl abfallbehandelnden Unternehmen als auch Verbrauchern (auf Anfrage) zur Verfügung stehen. Die gesammelten SVHC-Daten sollen u. a. zu einem verbesserten Risikomanagement im Rahmen der Abfallbehandlung und somit zu einer höheren Recyclingqualität beitragen. Auch die Verbraucheraufklärung sowie der Ersatz von SVHCs soll gefördert werden.
Die ECHA plant nach eigenen Angaben die Einführung eines Datenbank-Prototyps zu Beginn des kommenden Jahres, ehe im weiteren Jahresverlauf eine Vollversion eingerichtet werden soll.
Die Mitteilung der ECHA mit weiteren Informationen zur Übermittlung der Informationen, ein FAQ sowie Informationen zum weiteren zeitlichen Verlauf finden Sie in englischer Sprache auf deren Website.
(Quelle: DIHK)