REACH & Brexit - Aktuelle Hinweise

Die europäische Chemikalienagentur ECHA und der nationale REACH-CLP-Biozid Helpdesk haben erneut Hinweise und Empfehlungen zu Konsequenzen eines möglichen ungeregelten Brexit am 31. Oktober 2019 veröffentlicht.
Im Fall eines no-deal Brexit werden z. B. die REACH-Registrierungen, die nicht rechtzeitig auf EU/EWR-ansässige Rechtspersonen übertragen wurden, ungültig.
Im Hinblick auf die Verwendung chemischer Stoffe, die lediglich durch einen Inverkehrbringer mit Sitz im Vereinigten Königreich registriert wurden, sollten sich nachgeschaltete Anwender gegenüber ihrem Lieferanten einer Übertragung der Stoffregistrierung auf ein Unternehmen mit Sitz in der verbleibenden EU vergewissern. Dazu hält die ECHA auf ihrer Website eine Liste von noch immer 750 betroffenen Stoffen bereit. Anderenfalls besteht etwa die Möglichkeit der Benennung eines Alleinvertreters für den Import des Stoffes in die EU.
Auch im Hinblick auf die ca. 3000 Stoffe mit mehrfacher Registrierung - sowohl von einem Lieferanten aus dem Vereinigten Königreich als auch von Unternehmen mit Sitz in der verbleibenden EU - kann ein möglicher Brexit Auswirkungen für nachgeschaltete Anwender entfalten. Entspringt ein solcher Stoff aus der Lieferkette eines Herstellers oder Importeurs aus dem Vereinigten Königreich, wird etwa ein Lieferantenwechsel in der verbleibenden EU mit gültiger Registrierung empfohlen.
Weiterhin bietet die ECHA Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Übertragung von betroffenen Stoffregistrierungen unter REACH an.
Die Mitteilung, eine Liste von ausschließlich im VK registrierten Stoffen sowie weitere Hinweise sind auf der Internetseit der ECHA veröffentlicht. Die Mitteilungen des REACH-CLP-Biozid Helpdesks finden Sie auf der Webseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
(Quelle: DIHK)