REACH-Konsultation zur Aufnahme 4 weiterer Stoffe

Die europäische Chemikalienagentur ECHA führt aktuell noch bis 18. Oktober 2019 eine öffentliche Konsultation zur Aufnahme von vier weiteren Stoffen in
die Kandidatenliste besonders besorgniserregender Stoffe (SVHCs) im Rahmen der REACH-Verordnung durch. Bei den Stoffen handelt es sich um:
  • 2-benzyl-2-dimethylamino-4'-morpholinobutyrophenone
    (u. a. in Druckerfarben, Tinte und Tonern und Metallen; auch verwendet
    bei der Herstellung von Holzprodukten, Papier, Kunststoffen oder elektronischen Geräten), 
  • 2-methyl-1-(4-methylthiophenyl)-2-morpholinopropan-1-one
    (ähnliche Produktbetroffenheit, weit verbreitet im Industriebereich),
  • diisohexyl phthalate (DIHP)
    (u. a. als Schmiermittel in Lenkflüssigkeit für Fahrzeuge, in Weichmachern, so in Gummi und in Kunststoffprodukten),
  • perfluorobutane sulfonic acid (PFBS) und seine Salze
    (in wasser- oder fleckabweisenden Textilien).
Die REACH-Kandidatenliste führt hinsichtlich menschlicher Gesundheit oder Umwelt besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) auf. Die Aufnahme eines Stoffes führt zu rechtlichen Verpflichtungen für betroffene Unternehmen. Für Erzeugnisse mit mehr als 0,1 Gewichtsprozent dieser SVHC-Stoffe gelten etwa die Informationspflichten nach Artikel 33 der REACH-Verordnung.
Diese Kandidatenliste umfasst aktuell 201 Stoffe bzw. Stoffgruppen. Im Anschluss an eine weitere Prüfung der gelisteten Stoffe kann es zu einer eventuellen Beschränkung oder Zulassungspflicht im Rahmen der REACH-Verordnung kommen.
(Quelle: DIHK)