Liste zur Angebotskonzentration mineralischer Rohstoffe

Die DERA hat dazu drei Risikogruppen identifiziert, in welche die untersuchten Rohstoffe eingeordnet wurden. Rund ein Drittel der mineralischen Rohstoffe und Handelsprodukte weist nach der Liste erhöhte Preis- und Lieferrisiken auf. Zu ihnen gehören Stahlveredler wie Niob, Vanadium und Wolfram, aber auch Hochtechnologiemetalle wie Seltene Erden, Germanium, Platinmetalle und Tantal sowie eine Reihe von Eisenlegierungen. Die Ergebnisse sind vor allem für Unternehmen der verarbeitenden Industrie interessant, um Schwachstellen in der Wertschöpfungskette zu identifizieren.
Die Liste zeigt, dass die Angebotskonzentration auf den Rohstoffmärkten weiterhin sehr hoch ist und sich diese bei den meisten Rohstoffen in den vergangenen zwei Jahren – seit Erscheinen der ersten DERA Rohstoffliste in 2012 – kaum verringert hat. Diese rohstoffbezogenen Risiken können sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette auswirken. Auch wenn die Rohstoffpreise deutlich zurückgegangen sind, bleiben die Preis- und Lieferrisiken bestehen.
Die Rohstoffliste ist Teil des DERA-Rohstoffmonitorings. Sie soll Unternehmen dafür sensibilisieren, die in ihren Produkten enthaltenen potenziell kritischen Metalle, Industrieminerale und Zwischenprodukte entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und zu bewerten. Sie dient zugleich als Anregung, gegebenenfalls tiefergehende Marktanalysen durchzuführen und geeignete Ausweich- und Diversifizierungsstrategien für die Rohstoffsicherung zu entwickeln.
Die Rohstoffliste finden Sie auf der Webseite der DERA (pdf).