EZ-Scout in der IHK Chemnitz

Wirtschaftliches Wachstum findet heute vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Für den wirtschaftlichen Erfolg der sächsischen Unternehmen ist es wichtig, dass sie an diesem Wachstum teil haben. Geschäftsmöglichkeiten in Afrika, Asien, Osteuropa oder Lateinamerika bleiben bislang vielfach ungenutzt, weil sie oft mit wirtschaftlichen und politischen Risiken einhergehen. Als Brücke in risikoreiche Märkte können deshalb für viele Unternehmen Instrumente und Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) dienen.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten der Wirtschaft, der Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit noch besser miteinander zu verzahnen. Gelingen soll dies durch eine höhere Beteiligung von Unternehmen an Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. So können  Risiken und Kosten reduziert werden, damit sich ein Markteinstieg für die Unternehmen lohnt.
In der IHK Chemnitz ging am 1. Oktober 2011 der erste EZ-Scout an den Start. Zunächst war Peter Wolf in der IHK Chemnitz dafür zuständig, dass mittelständische Unternehmen gemeinsam mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit den Einstieg in neue Märkte fanden. Ihm folgte Dr. Rainer Marsch, der Ende März 2017 in den Ruhestand ging. 
Seit 1. April 2017 ist Dr. Konstantin Kotsas EZ-Scout in der IHK Chemnitz. Herr Dr. Kotsas verfügt über langjährige Erfahrungen mit der Wirtschaft in osteuropäischen Ländern (Russische Föderation, Ukraine, Weißrussland, Kaukasus- und zentralasiatische Republiken) sowie in vielen Ländern Afrikas und steht Ihnen gern als Ansprechpartner dafür sowie für die folgenden Angebote zur Verfügung.
Konkrete Angebote des EZ-Scouts für die Wirtschaft:
  • Ansprechpartner ("Lotse durch den EZ-Dschungel") für Ihr Unternehmen zu allen entwicklungspolitischen Fragestellungen
  • Unternehmensorientierte Beratung zu Projekten/Programmen, (Förder-) Instrumenten, Länderschwerpunkten der Entwicklungszusammenarbeit mit Potenzial für Kooperationen mit der Privatwirtschaft
  • Vermittlung und Zugang zu internationalen und lokalen Netzwerken sowie Förderung des direkten Austauschs zwischen der IHK Chemnitz, ihren Mitgliedsunternehmen und dem BMZ sowie Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (GIZ, KfW, DEG, SES, sequa)
  • Zugang zu internationalen Ausschreibungen
  • Informationen zu Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit: z. B. zur Entwicklung lokaler Märkte, Marktdynamiken und den politisch-ökonomischen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen
Beispiele für die Bandbreite der EZ-Angebote zur Kooperation mit der Wirtschaft sind die Finanzierung und Beratung von Investitionsvorhaben, die Finanzierung von Machbarkeitsstudien in Entwicklungs- und Schwellenländern, Verbands- und Kammerpartnerschaften, das Managerfortbildungsprogramm für Fach- und Führungskräfte und - nicht zuletzt - das BMZ-Programm für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft develoPPP.de.