BGH präzisiert - Anforderungen an die Fristsetzung zur Nacherfüllung im Kaufrecht

Der BGH (Az.: VIII ZR 49/15) hat die Anforderungen an die Fristsetzung zur Nacherfüllung gemäß § 323 Abs. 1 BGB und § 281 Abs. 1 S. 1 BGB bei einer mangelhaften Kaufsache präzisiert.
In Bestätigung und Fortführung seiner bisherigen Rechtsprechung hat der BGH hierbei entschieden, dass es für eine Fristsetzung zur Nacherfüllung genügt, wenn der Käufer durch das Verlangen nach sofortiger, unverzüglicher oder umgehender Leistung oder durch vergleichbare Formulierungen deutlich macht, dass dem Verkäufer für die Erfüllung nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht. Der Angabe eines bestimmten Zeitraums oder eines bestimmten (End-) Termins bedürfe es dabei nicht. Dabei hat das Gericht zudem klargestellt, dass auch mündliche Mängelrügen Grundlage eines tauglichen Nachbesserungsverlangens sein könnten. Selbst objektiv zu kurze Nachbesserungsfristen seien unschädlich, wenn der Schuldner diesen nicht widerspricht.