Erlaubnispflicht für Immobilienverwalter – Fortbildungspflicht für Immobilienmakler

Am 01.08.2018 tritt die Erlaubnispflicht für Verwalter von Wohnimmobilien in Kraft. Neben der persönlichen Zuverlässigkeit sowie dem Vorliegen geordneter Vermögensverhältnisse muss eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Wohnimmobilienverwalter müssen bei Beantragung der Erlaubnis eine Versicherungsbestätigung vorlegen, welche den Anforderungen des § 15 Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) entspricht. Die Mindestversicherungssummen betragen 500 000 Euro für jeden Versicherungsfall und 1 000 000 Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres. Auch muss der Versicherungsschutz während der gesamten Dauer der Tätigkeit aufrecht erhalten bleiben.
Weiterhin sind Verwalter, ebenso wie Makler verpflichtet, binnen 3 Jahren 20 Stunden Fortbildung zu absolvieren. Auf Anfrage der Erlaubnisbehörde sind die Weiterbildungsnachweise auf einem amtlichen Formular einzutragen und vorzulegen. Die jährliche Vorlagepflicht zum Jahresanfang konnte im letzten Moment verhindert werden.
Auch die Anforderungen an die Weiterbildungsmaßnahmen stehen nunmehr fest. Weiterbildungen können grundsätzlich in jeder geeigneten Form, also beispielsweise im Rahmen eines Seminars, eines begleiteten Selbststudiums oder auch durch betriebsinterne Maßnahmen absolviert werden. Wichtig ist, dass die Anforderungen an die Qualität und Organisation, welche den Anlage 2 zur MaBV entnommen werden können, eingehalten werden.
Inhaltlich ist in der Anlage 1 zur MaBV ein Katalog an möglichen Weiterbildungsthemen für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter festgelegt. Neben rechtlichen Themen spielen auch Grundlagen der Finanzierung und Kundenberatung eine Rolle.
Das Erfordernis der Sachkunde entfällt indes. Die Fortbildungsverpflichtung für Makler und Verwalter umfasst zudem auch deren Angestellte, die bei der Verwaltung bzw. Vermittlung mitwirken.
Die Gesetzesänderung sind im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil I Nr. 16, S 550 ff veröffentlicht.