Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler

Seit 23.02.2018 gilt die Weiterbildungspflicht für Versicherungsvermittler.
Was steht aktuell fest:
  • Versicherungsvermittler und deren bei der Versicherungsvermittlung oder-beratung mitwirkenden Beschäftigten müssen sich im Jahr im Umfang von 15 Zeitstunden weiterbilden
  • es ist dabei unerheblich ob die Aufnahme der Tätigkeit des Vermittlers oder des Beschäftigten unterjährig begonnen hat
  • zuviel geleistete Weiterbildungsstunden sind nicht ins Folgejahr übertragbar
  • fehlende Zeiten können nicht im Folgejahr nachgeholt werden
  • es besteht keine gesetzliche Pflicht zur Führung eines Weiterbildungskontos bei der Initiative gut beraten
Was steht voraussichtlich erst nach Verabschiedung der neuen Versicherungsvermittlungsverordnung fest
  • die Überprüfung der Erfüllung der Weiterbildungspflicht erfolgt für Versicherungsvertreter und -makler mit Erlaubnis auf Aufforderung der IHK - eine Pflicht zum unaufgeforderten Nachweis seitens des Vermittlers besteht nicht
  • Inhaltlich müssen die Themen der Weiterbildung die berufliche Handlungsfähigkeit erhalten, anpassen oder erweitern und die Fachkompetenz sowie personale Kompetenz aufrechterhalten.
    Als Orientierung kann Anlage 1 des derzeitigen Verordnungsentwurf herangezogen werden.
  • die Weiterbildung kann in Präsenzform, im Selbststudium, durch betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden oder in anderer geeigneter Form durchgeführt werden. Im Falle eines Selbststudiums muss eine nachweisbare Lernerfolgskontrolle durch den Anbieter erfolgen.
  • Organisatorisch muss die Weiterbildungsmaßnahme der Anlage 3 des derzeitigen Verordnungsentwurf entsprechen.
Stand: 05.10.2018