Bundesarbeitsgericht: Mindestlohn gilt auch für Nachtzuschläge sowie Urlaubs- und Feiertage

Der Sachverhalt:
Für Januar 2015 zahlte die Beklagte der Klägerin neben dem vertraglich vereinbarten Bruttostundenlohn i.H.v. 7,00 bzw. 7,15 € eine Zulage nach MiLoG, um so den Stundenlohn auf den Mindeststundenlohn aufzustocken. Bei der Berechnung der Vergütung für einen Feiertag, einen Urlaubstag sowie für den Nachtarbeitszuschlag für fünf Stunden legte die Beklagte nicht den gesetzlichen Mindestlohn zu Grunde, sondern den niedrigeren vertraglichen Stundenlohn. Zusätzlich rechnete sie das gezahlte Urlaubsgeld auf die Mindestlohnansprüche der Klägerin an.
 
Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes:
Die Vergütung der Urlaubs- und Feiertagsstunden sowie die Berechnung von Nacharbeitszuschlägen bestimmen sich nach dem Mindestlohngesetz. Das gezahlte Urlaubsgeld darf nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden, da es sich dabei um kein Entgelt für geleistete Arbeit handelt.