PM 06 | 08.04.2019

Regionalpolitische Positionen 2019-2024 der IHK Chemnitz

Die Stadt Chemnitz, der Vogtlandkreis, der Erzgebirgskreis sowie die Kreise Zwickau und Mittelsachsen entwickeln sich weiterhin positiv. Die Wirtschaftskraft der Region Chemnitz ist heute doppelt so hoch wie 1991. Nach einem gewaltigen teils schmerzhaften Transformationsprozess präsentiert sie sich in den letzten Jahren wieder als ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Deutschland.
Angesichts zunehmender Herausforderungen müssen jetzt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft neue Impulse für die regionale Entwicklung setzen. Denn gerade hier sind die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels, Fachkräfteengpässe und Defizite in der öffentlichen Daseinsvorsorge stark spürbar. Besonders der notwendige Bürokratieabbau in Behörden und Verwaltungen ist ein zentraler Ansatzpunkt, um die kleinteilige regionale Wirtschaft zu stärken. Eine gelebte Wirtschaftsfreundlichkeit und attraktive Rahmenbedingungen verstärken die Bindung zur Region und ermöglichen Gründungen, Erweiterungen und Neuansiedelungen von Unternehmen.
Deckblatt einer Broschüre der IHK Chemnitz
Attraktive Lebensräume tragen zudem wesentlich zur Fachkräftesicherung bei. Die Qualität einer Region oder Kommune als Wirtschafts- und Lebensraum beeinflusst damit maßgeblich deren langfristigen Wohlstand. Defizite bei der Standortattraktivität können durch interkommunale Kooperationen ausgeglichen werden.
Anlässlich der sächsischen Kommunalwahlen möchten wir mit den nachfolgenden Forderungen und Erwartungen für einen wirtschaftsfreundlichen Standort zur positiven Entwicklung der Wirtschaftsregion Chemnitz beitragen. Die kommunalen Entscheidungsträger sollen so die Möglichkeit bekommen, den anstehenden Herausforderungen aktiv zu begegnen und die Region mit ihren unterschiedlichen Facetten nachhaltig zu stärken.
Der Erzgebirgskreis ist der einwohnerstärkste Landkreis in Sachsen. Er ist geprägt durch eine enorme Branchenvielfalt, eine hohe Industriedichte und eine große Zahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die größten Herausforderungen für die Wirtschaft vor Ort werden neben dem bevorstehenden Strukturwandel die demographische Entwicklung und die infrastrukturelle Anbindung darstellen.
Mit der Zusammenarbeit in starken regionalen Netzwerken für ein wirksames Standortmarketing gelingt es zunehmend, das Erzgebirge nach innen und außen als einen attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort darzustellen und weiterzuentwickeln.
Die Unternehmen im Erzgebirge erwarten von den kommunalen Entscheidungsträgern, dass sie sich insbesondere für eine moderne infrastrukturelle Ausstattung der Region und eine effiziente und bürokratiearme Verwaltung einsetzen.
Die „Regionalpolitischen Positionen 2019-2024 der IHK Chemnitz“ werden den Fraktionsvorsitzenden mit dem Angebot für Gespräche überreicht.
Ihre Ansprechpartner:
Präsident der Regionalkammer Erzgebirge Gert Bauer,
vertreten durch Vizepräsidentin Ricarda Lorenz