PM 122 | 17.12.2018

Saisonumfrage Tourismus der IHK Chemnitz

Super-Sommer für Beherbergungs- und Reiseunternehmen – Fachkräftemangel als Risikofaktor

Nach der Saisonumfrage Tourismus der IHK Chemnitz, welche den Zeitraum 1. Mai bis 31. Oktober 2018 betrachtet, hat der Super-Sommer 2018 bei gutem Konsumklima besonders der Beherbergung und der Reisebranche im IHK-Bezirk Chemnitz ein weiteres Stimmungshoch beschert. Der Geschäftsklimaindex, der sich aus der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen ergibt, erreicht hier seinen höchsten Stand seit Jahren. Lediglich in der Gastronomie fällt das Stimmungsbarometer etwas zurück und erreicht den Stand von vor 2 Jahren.
Drei Viertel der Beherbergungsbetriebe bezeichnen ihre Geschäftslage als gut. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bewertung der Geschäftslage per Saldo weiter verbessert (plus 21 Prozentpunkte). Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate liegen per Saldo über dem Vorjahresniveau (Saldo + 18 Prozentpunkte).
In der Gastronomie schätzen 56 % der Betriebe das Sommergeschäft als gut ein. Hier bezeichnen jedoch mit 13 % mehr Unternehmen als im Vorjahr die Geschäftslage als schlecht. Für die begonnene Wintersaison rechnen die Gastronomiebetriebe per Saldo mit einem nahezu gleichbleibenden Geschäft (Saldo plus 1 Prozentpunkt).
Von den befragten Unternehmen der Reisebranche berichten über drei Viertel von einer guten Geschäftslage. Per Saldo liegen die Einschätzungen erneut über denen des Vorjahres. Die Geschäftserwartungen an die derzeitige Saison sind überwiegend positiv. Knapp zwei Drittel der befragten Reiseunternehmen gehen von gleichbleibenden Geschäften aus, über ein Fünftel erwartet eine günstigere Entwicklung der Geschäftslage. Per Saldo liegen damit die geschäftlichen Prognosen über dem Vorjahresniveau.
Christoph Neuberg, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Chemnitz meint zu den Umfrageergebnissen:
„Wir freuen uns über die positiven Ergebnisse in vielen Unternehmen, welche sich in der Saisonumfrage zeigen. Allerdings wird die Entwicklung durch viele Risiken gebremst. So bleibt der Fachkräftemangel das Thema Nr. 1 in der Tourismusbranche. Die meisten Befragten sehen darin den größten Risikofaktor. Danach folgen kostenseitige Belastungen wie Arbeitskosten, Energie- und Lebensmittelpreise. Unternehmen, die in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen Risiken sehen, begründen dies vor allem mit zu viel Bürokratie und zu vielen Auflagen bzw. gesetzlichen Verpflichtungen, die zu immer höheren Verwaltungsaufwänden führen.“
Details zu den Ergebnissen der Saisonumfrage finden Sie unter: www.chemnitz.ihk24.de/konjunkturdaten.
IHK-Ansprechpartner im Fachbereich:
Regina Windisch,
Tel. 03741 214-3300