PM 118 | 27.11.2018

Änderungen zum Jahreswechsel

Worauf Unternehmer 2018 noch achten müssen und was sich 2019 ändert!
1. Verjährung von Forderungen aus dem Jahr 2015
Mit Ablauf des 31.12.2018 verjähren alle Forderungen, die im Jahre 2015 entstanden sind. Das bedeutet, dass sich nach Ablauf dieser dreijährigen Regelverjährungsfrist für Forderungen aus Kauf-, Dienst- und Werkverträgen der Schuldner auf die Verjährung seiner Schuld berufen und die Erfüllung des Anspruchs verweigern kann. Unternehmer können dann ihren Anspruch nicht mehr erfolgreich gerichtlich durchsetzen.
Wichtig:
Ausschlaggebend für die Fristberechnung ist die Leistungserbringung, nicht die Rechnungsstellung!
2. Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2017
Die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2017 sind fristgerecht bis zum Ende des Jahres 2018 einzureichen. Ansonsten droht ein Ordnungsgeldverfahren durch das Bundesamt für Justiz. Offenlegungspflichtig sind Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften ohne eine natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter (z. B. GmbH & Co. KG), Banken und Versicherungsunternehmen sowie Emittenten von Vermögensanlagen, Investmentvermögen und Kapitalverwaltungsgesellschaften.
Wichtig:
Auch Kleinstunternehmen, Gesellschaften, die aktuell keine Geschäftstätigkeit entfalten, sowie Gesellschaften in Insolvenz oder Liquidation haben eine Offenlegung vorzunehmen. Für Kleinstunternehmen gibt es bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses Erleichterungen. Sie brauchen nur ihre Bilanz ohne Anhang und Gewinn- und Verlustrechnung einzureichen. Zudem haben sie die Möglichkeit, ihre Bilanz zu hinterlegen statt sie zu veröffentlichen.
3. Beitragsbemessung von hauptberuflich Selbstständigen
Es gibt Entlastungen bei der Beitragsbemessung von hauptberuflich Selbstständigen durch das GKV-Versichertenentlastungsgesetz, indem das heranzuziehende Mindesteinkommen für Kleinselbstständige halbiert wird. Der monatliche Mindestbeitrag sinkt damit ab 2019 auf Euro 167 bis 186 (zzgl. Pflegeversicherung).

IHK-Ansprechpartner:
Herr Dr. Ulf Spanke,
Telefon: 0371 6900-1122