PM 118 | 02.12.2019

Geschafft: Bundesrat stimmt neuem Berufsbildungsgesetz zu

Letzten Freitag, (am 29.11.), wurde es nochmal spannend rund um das neue Berufsbildungsgesetz. Der Bundesrat hatte in der zweiten Lesung über das Berufsbildungsmodernisierungsgesetz entschieden und schließlich seine Zustimmung gegeben.
Auf dem Spiel stand viel: Vor allem die neuen Bezeichnungen der Höheren Berufsbildungsabschlüsse wurden von Hochschulen, Wirtschaft und Politik in einem heißen Diskurs immer wieder ins Spiel gebracht, sodass zwischenzeitlich zu bezweifeln war, ob der Bundesrat dem Gesetzesentwurf in der Form tatsächlich folgen würde. Damit stand bis zur zweiten Lesung letzten Freitag nicht nur Einführung zum 01.01.2020 auf der Kippe, sondern auch die von der Bildungsministerin geforderten neuen Abschlussbezeichnungen in der Höheren Berufsbildung (Bachelor Professional und Master Professional). Die berufliche Bildung soll damit gestärkt werden, sodass sich wieder mehr junge Leute für eine Karriere über Ausbildung und anschließende Fortbildung entscheiden.
„Das neue Berufsbildungsgesetz setzt wichtige Impulse, um die Berufliche Bildung attraktiver zu machen und zu stärken. Die neuen Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ machen endlich auch sprachlich deutlich, dass berufliche und akademische Bildung gleichwertig sind“, erklärt DIHK Präsident Eric Schweizer im Anschluss an die Entscheidung vom Bundesrat.
Nach der Zustimmung vom Bundesrat wird nun das Gesetz dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugleitet und anschließend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Neuregelungen treten damit pünktlich zum 1. Januar 2020 in Kraft. Neben der bekannten Mindestausbildungsvergütung halten also auch neue Bezeichnungen für die Höheren Berufsbildung Einzug. Außerdem wird das neue Gesetz Regelungen zur Erleichterung des Prüfungsgeschäftes beinhalten.

IHK-Ansprechpartner: Thomas Nelamischkies,  Tel. 0371 6900-1420