PM 102 | 06.11.2018

Elektrifizierung Chemnitz-Leipzig endlich auch im Bundesverkehrswegeplan

„Die Nachricht, dass die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Leipzig nun auch offiziell in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, ist ein gutes Signal für die Region“, so Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz.
Die Beharrlichkeit, mit der die Region die Elektrifizierung der Strecke gefordert hat, hat sich ausgezahlt. Noch 2015 war die Verbindung als vermeintliche Nahverkehrsstrecke aus dem Bundesverkehrswegeplan ausgemustert worden. Nunmehr gilt es die weiteren Planungsschritte zügig anzugehen, um die Strecke endlich fernverkehrstauglich gestalten zu können.
Leider hat die Elektrifizierung der Strecke Görlitz-Dresden nicht den Weg in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans geschafft. Die Strecke ist nicht nur für den Strukturwandel in der Lausitz ein wichtiger Baustein. Mit Blick auf die Achse Breslau – Nürnberg ist der notwendige Lückenschluss in Ostsachsen auch für den Güter- und Personenverkehr in der Region Chemnitz bedeutsam. Angesichts der mittlerweile schwierigen Verkehrsverhältnisse auf der Autobahn A 4 durch den zunehmenden LKW-Verkehr, bedarf es dringender Alternativen zur Bewältigung zukünftiger Güterströme von und nach Polen. Mit der Elektrifizierung eines Teiles der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Hof und Regensburg im Rahmen des vordringlichen Bedarfs plus des Bundesverkehrswegeplans hat der Bund deutlicher auf den wachsenden Bedarf des Schienengüterverkehrs reagiert.
Wie und wann die Planung dieses Vorhabens im Rahmen des Elektrifizierungsprogramm des Bundes realisiert werden soll, ist bisher noch nicht fixiert.