PM 101 | 16.10.2019

Resolution zum Ausbau der Schieneninfrastruktur

Seit Dezember 2013 verkehren auf der Sachsen-Franken-Magistrale stündlich elektrisch betriebene Züge zwischen Dresden und Hof. Reisende nach Nürnberg müssen in Hof auf Dieselzüge umsteigen, da der Ausbau und die Elektrifizierung auf bayerischer Seite nicht erfolgt ist.
Während die Planungen zur Elektrifizierung zwischen Hof und Regensburg voranschreiten und die Deutsche Bahn mittelfristig auch Fernverkehr über Chemnitz-Zwickau und Marktredwitz nach München plant, stehen der Ausbau und die Elektrifizierung zwischen Marktredwitz und Nürnberg noch in den Sternen. Der Bundesverkehrswegeplan ordnet diese Schienenverbindung, die von der Tschechischen Grenze über Marktredwitz nach Nürnberg führt, zwar zum vordringlichen Bedarf. Ein konkreter Wille, dies auch bis 2030 zu realisieren, ist bis jetzt nicht spürbar, trotz eines Staatsvertrages mit der Tschechischen Republik. Dabei fallen die Vorteile einer Verknüpfung der Sachsen-Franken-Magistrale mit der auf tschechischer Seite bereits elektrifizierten Egertalbahn ins Auge.
Die Forcierung der Planungen an der Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger fordern die Wirtschaftskammern aus Franken, Südwestsachsen und des Karlsbader Bezirkes jetzt ein.
Hierzu unterzeichnen beim Verkehrsgipfel im Historischen Rathaus von Marktredwitz am 15. Oktober die IHKs und Handwerkskammern Oberfrankens, Mittelfrankens und der Region Chemnitz sowie die Wirtschaftskammern im Karlsbader Bezirk und die Deutsch-Tschechische IHK eine gemeinsame Resolution zum Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Oberfranken und Tschechien.
„Wir werden gemeinsam dran bleiben, dass die Elektrifizierung, die Sachsen, Oberfranken und Tschechien nutzt, auch wirklich vorangetrieben wird und nicht in den Schubladen der Planer verstaubt“, so Tino Bauer, Vorsitzender des Chemnitzer Verkehrsausschusses, der die Resolution für die IHK Chemnitz unterzeichnen wird.
IHK-Ansprechpartner im Fachbereich: Dietmar Richter, Tel. 0371 6900-1220