PM 14 | 02.03.2018

Digitalisierung der Bauwirtschaft durch Building Information Modeling

Für öffentliche Infrastrukturprojekte wird Deutschland bis 2020 den BIM Standard verpflichtend einführen. Die deutsche Bauwirtschaft wird dadurch zu führenden Nationen wie Dänemark, Großbritannien oder Norwegen aufschließen, die diesen Standard bereits seit mehreren Jahren mit großem Erfolg einsetzen.
Die Einführung des Standards ab 2020 zwingt die hiesigen Unternehmen zur Vorbereitung.  Die IHK Chemnitz lädt am Donnerstag, den 8. März 2018, ab 8.30 Uhr in die Straße der Nationen 25, in Chemnitz ein. Zahlreiche Referenten berichten aus der Praxis und geben ihre Erfahrungen mit der neuen Methode weiter.
Als Highlight wird Ministerpräsident Michael Kretschmer ab 15.30 Uhr über die „Digitalisierung als Schlüsseldisziplin – Wie stellt sich Sachsen künftig auf“ sprechen. Deutschland ist im Bereich Industrie 4.0 sehr gut aufgestellt und betreibt mit zahlreichen Programmen und Initiativen die Digitalisierung der produzierenden Wirtschaft.
Die Planung, der Aufbau und die Bewirtschaftung von Gebäuden kann ebenfalls digital abgebildet werden und verspricht eine Verbesserung der Produktivität hinsichtlich der Kosten, Qualität und Termintreue. Bereits heute erstellen Architekten bei der Bauplanung die Gebäude in Softwarelösungen, die zukünftig in Verbindung mit unterlegten Datenbankensystemen den Zugriff für alle Beteiligten wie Fachingenieure, Gutachter, Behörden, Bauunternehmen oder Facility Manager ermöglichen. Ändert der zukünftige Nutzer seine Anforderungen an ein Gebäude, so kann der planende Architekt die Änderungen im virtuellen Gebäude umsetzen und folglich verändern sich sofort Bemaßungen oder Stücklisten für anbietende Bauunternehmen und nachfolgende Gewerke. Bauinformationen liegen zukünftig im virtuellen Modell, was eine Reduktion des Arbeits- und  Koordinierungsaufwands verspricht.

IHK-Ansprechpartner im Fachbereich: Maik Kästner, Tel. 0371 6900-1231