PM 25 | 05.04.2018

IHK Chemnitz widerspricht hoher Auflösungsquote

„Es stimmt nicht pauschal, dass jeder vierte Auszubildende aufgibt, wie heute verschiedenen Presseberichten zu entnehmen war“, kritisiert Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz.
Viele Auszubildende wechseln in einen anderen Ausbildungsberuf und gehen deshalb der dualen Ausbildung nicht verloren.
Im IHK-Bereich Region Chemnitz liegt die Auflösungsquote bei ca. 11 Prozent. Besonders betroffen sind in unserer Region die Branchen Hotel und Gaststätten, Handel und Metalltechnik.
„Auch das ist natürlich kein zufriedenstellendes Ergebnis. Aber man muss dabei die Hintergründe genauer differenzieren und interpretieren“, betont der IHK Hauptgeschäftsführer.  Die Gründe für Vertragsauflösungen gehen sowohl vom Unternehmen als auch von den Auszubildenden aus. Die teilweise noch geringe Ausbildungsvergütung in einigen Berufen ist dabei keinesfalls an erster Stelle zu nennen.
Zum einen haben viele Jugendliche ungenügende Vorstellungen vom Beruf und der damit verbundenen Arbeitszeit. Zum anderen verführt das umfangreiche Ausbildungsangebot zu einem schnellen Wechsel und fördert nicht unbedingt das notwendige Durchhaltevermögen.  Oftmals passen aber auch Unternehmen und Azubi nicht zusammen.
Eine noch breitere und praxisnahe Berufsorientierung muss dazu beitragen, dass die Schüler eine bessere Vorstellung von den einzelnen Ausbildungsberufen bekommen. Die IHK Chemnitz beteiligt sich deshalb mit vielseitigen Aktivitäten,  wie zum Beispiel in den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft, der Unterstützung der Woche der offenen Unternehmen, dem IHK-Kompetenzcheck oder dem jugendgemäßen Internetportal www.karriere-rockt.de . Aber auch die IHK-Ausbildungsberater unterstützen Unternehmen und Auszubildende, um einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu erzielen.
IHK-Ansprechpartnerin im Fachbereich: Gabriele Hecker, Geschäftsführerin Bildung, Tel. 0371 6900-1400