PM 36 | 10.04.2019

Inklusionspreis für die Wirtschaft geht nach Sachsen

Am 09.04.2019 wurde die Schär Werkzeug-Maschinenhandel und Industriebedarf GmbH Crimmitschau in Berlin mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2019  ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt und des UnternehmensForums, unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Die Schär Werkzeug-Maschinenhandel und Industriebedarf GmbH überzeugte die 10-köpfige Fachjury in der Kategorie „Nicht-beschäftigungspflichtiges Unternehmen” durch die gelungene Integration von Menschen mit Handicaps. 1980 gründete Stefan Schär ein Maschinenbauunternehmen, dass nunmehr in nächster Generation geführt wird und neue Wege in der Personalarbeit geht. So setzt das Familienunternehmen auf Inklusion als Erfolgsmodell. Bewerber mit Handicap bekommen bewusst eine Chance, in den beruflichen Alltag einzusteigen.
Die Integration von benachteiligten Jugendlichen im Unternehmen ist für alle Mitarbeiter eine neue Erfahrung. Es kommt darauf an, die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters zu erkennen und für das Unternehmen bestmöglich einzusetzen. Ein Jugendlicher, der unter dem Asperger-Syndrom und Tourette leidet, hat nach zwei zuvor abgebrochenen Ausbildungen seinen Platz in der Datenverarbeitung gefunden. Hier kann er sehr effektiv arbeiten. Ebenfalls wurde einem Auszubildenden mit einer schweren körperlichen Beeinträchtigung, aber guten IT- Kenntnissen, die Chance gegeben, den Webshop maßgeblich zu formen. Nach diesem Prinzip möchte das Unternehmen weitere Jugendliche mit Handicap fördern und sie auf ihrem Lebensweg unterstützen.
Die Unternehmensphilosophie der Schär Werkzeug-Maschinenhandel und Industriebedarf GmbH ist auf eine gelungene Inklusion von Menschen mit Handicaps ausgerichtet. Dies spiegelt sich in einer hohen Loyalität der Belegschaft und einem familiär geprägten Unternehmensklima. Menschen mit Behinderungen auszubilden und einzustellen bedeutet, das ganze Potenzial qualifizierter Mitarbeiter zu nutzen, denn in der Vielseitigkeit der Mitarbeiter eröffnen sich neue Chancen im Wettbewerb. Immer mehr Unternehmen setzen daher mit Blick auf die demografischen Herausforderungen auf Inklusion.
Die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Charta der Vielfalt und das UnternehmensForum zeichnen besonders gute Beispiele mit dem "Inklusionspreis für die Wirtschaft" aus. Gemeinsam wollen die Initiatoren Impulse dafür geben, wie die Potenziale von Menschen mit Behinderung genutzt werden können.
„Unternehmen wissen, dass es sich wirtschaftlich lohnt, Menschen mit Behinderung auszubilden, leistungsgewandelte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen und die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten“, so Ines Petzold Inklusionsberaterin der IHK Chemnitz. „Die Preisträger der letzten Jahre zeigen, wie man Inklusion bestmöglich umsetzen kann und somit ein Gewinn für Unternehmen und Menschen mit Behinderung wird.“
 
IHK-Ansprechpartnerin im Fachbereich:
Ines Petzold,
Inklusionsberaterin
Tel. 0371/6900-1233
E-Mail: ines.petzold@chemnitz.ihk.de