PM 40 | 25.04.2019

Regionalpolitische Positionen 2019-2024 der IHK Chemnitz

Anlässlich der sächsischen Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 setzt die IHK Chemnitz mit den Regionalpolitischen Forderungen Impulse für eine positive Entwicklung der Kreise und Kommunen im Kammerbezirk Chemnitz.
Angesichts zunehmender Herausforderungen sind jetzt neue Impulse für eine positive Entwicklung der Kreise und Kommunen im Kammerbezirk Chemnitz notwendig. Denn gerade in der Region und in der Stadt Chemnitz sind die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels, Fachkräfteengpässe und Defizite in der öffentlichen Daseinsvorsorge - wie Lücken in der Breitbandversorgung, Funklöcher, Lehrermangel, Defizite in der medizinischen Versorgung – immer stärker spürbar.
„Viele positive Aspekte über die Stadt Chemnitz wie das anhaltende Bevölkerungswachstum, die steigende Beschäftigung, wachsende Steuereinnahmen oder auch die erzielten Verbesserungen im ÖPNV mit der Ringbuslinie und der Straßenbahnanbindung des TU Campus sind in letzter Zeit leider untergegangen“, schätzt Gunnar Bertram, Präsident der IHK-Regionalversammlung Chemnitz, im Hinblick auf die nicht zu vermeidende negative Berichterstattung über die Stadt ein.
Für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Stadt müssen in den nächsten Jahren folgende Impulse gesetzt werden:
  • Bewerbung um Europäische Kulturhauptstadt 2025 unter Einbindung der gesamten Region Chemnitz mit aller Kraft vorantreiben
  • Verkehrsinfrastruktur optimieren, Lücken schließen (Erweiterung Chemnitzer Modell, Verlängerung Südring, Vollendung innerer Stadtring)
  • Anbindung an den Schienenfernverkehr weiter forcieren
  • Chemnitz als Tagungs- und Kongresszentrum stärker vermarkten
  • Innenstadt weiter stärken (Städtebauliche Verbesserungen im Umfeld des Stadthallenparks und der Brückenstraße)
  • Kreative weiter unterstützen
  • Zusammenarbeit mit TU Chemnitz und lokalen Forschungseinrichtungen ausbauen
  • Höhere Präsenz der Universität und Start Ups in der Stadt
  • stärkere Verankerung der Lehrerausbildung an der TU Chemnitz (Berufs- und Oberschullehrerausbildung)
  • Internationale Schule gründen

Darüber hinaus sind der Bürokratieabbau und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zentrale Ansatzpunkte, um die kleinteilige regionale Wirtschaft in der Stadt Chemnitz zu stärken. Gelebte Wirtschaftsfreundlichkeit, wettbewerbsfähige Steuerhebesätze und attraktive Rahmenbedingungen sind die Voraussetzung für die regionale Bindung von Unternehmen und Fachkräften.
Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.chemnitz.ihk24.de/repos

IHK-Ansprechpartner:
Martin Witschaß, Tel. 0371 6900 1250