PM 49 | 13.06.2018

„Es muss menschlich und betriebswirtschaftlich passen“

Der „Nachfolgetag“ am 21. Juni 2018 in Chemnitz und Freiberg vermittelt theoretisches und praktisches Know-how zum Thema Unternehmensnachfolge.
In wessen Hände übergibt man das eigene Lebenswerk? Diese Frage müssen sich immer mehr Menschen in Sachsen stellen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erfolgreich ein Unternehmen aufgebaut haben. „Den fachlich und menschlich passenden Nachfolger zu finden, schätzen die Unternehmer als schwieriger ein, als sich mit diesem dann über die Übergabemodalitäten zu einigen“, weiß Franca Heß, die bei der Industrie- und Handelskammer Chemnitz den Bereich der Unternehmensnachfolge verantwortet: „Wesentlich ist, dass man frühzeitig die Frage des Generationswechsels angeht – gerade weil neben betriebswirtschaftlichen auch menschliche Aspekte eine große Rolle spielen“, so Heß.
Aus diesem Grund sensibilisiert die IHK Chemnitz ihre Mitgliedsunternehmen regelmäßig für das Thema Unternehmensnachfolge – schließlich hängt von gelungenen Übergaben die Existenz Tausender Arbeitsplätze im Kammerbezirk ab. Und deswegen lädt die IHK Chemnitz auch in diesem Jahr zum „Nachfolgetag“ am 21. Juni ein: Den längsten Tag des Jahres sollen Unternehmerinnen und Unternehmer nutzen, sich in zwangloser Atmosphäre und inspirierender Umgebung in Chemnitz und Freiberg mit Fragen der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen – getreu dem Motto „Lebenswerk trifft Meisterwerk“.
In Chemnitz lädt die IHK am 21. Juni zwischen 13 und 17.30 Uhr in die Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz ein: Hier erklärt unter anderem Strategietrainer Jörg Unger, wie unterschiedliche Generationen kommunizieren. Ein Experte aus der Praxis klärt Fragen der Unternehmensbewertung – zu welchem Preis also könnte man sein Unternehmen abgeben?  Angelika Zacher, Inhaberin eines Textilpflege-Unternehmens, berichtet darüber hinaus, wie ihr die Übernahme des Unternehmens gelungen ist. Umrahmt wird das Vortragsprogramm von Besuchen in den aktuellen Ausstellungen der Kunstsammlungen und Gelegenheiten zum Netzwerken beim Get-Together.
In Freiberg wird der „Nachfolgetag“ am 21. Juni zwischen 9.30 und 13 Uhr im Dom St. Marien begangen.  Auch hier findet sich Zeit für Besichtigungen etwa des Kreuzgangs und der Silbermann-Orgel – und natürlich ebenfalls jede Menge  theoretisches und praktisches Know-how zum Thema Unternehmensnachfolge: Christiane Babatz, Geschäftsführerin eines Textilservice, erklärt, wie in ihrem Familienunternehmen die Nachfolge gemeistert wurde und Prof. Dr. Torsten Gonschorek, Professur Management mittelständischer Unternehmen an der HTW Dresden, erläutert, wie sich Unternehmen richtig für die Nachfolge aufstellen können.
Im Vorfeld der beiden Veranstaltungen am „Nachfolgetag“ bietet die Industrie- und Handelskammer Chemnitz drei Sprechtage zur Unternehmensnachfolge an: am 14. Juni (9 bis 16 Uhr) in der Regionalkammer Erzgebirge in Annaberg-Buchholz, am 15. Juni in der Regionalkammer Plauen in Plauen sowie am 20. Juni in der Regionalkammer Chemnitz in Chemnitz.
Detaillierte Informationen zu beiden Veranstaltungen finden sich unter www.fortsetzung-folgt.de. Unter dieser Adresse kann man sich auch noch bis zum 14. Juni 2018 anmelden.
Hintergrund:
Der 21. Juni wurde erstmals im Jahr 2015 von der IHK Chemnitz zum „Nachfolgetag“ erklärt. Inzwischen folgen zahlreiche Kammern in Deutschland dem Chemnitzer Beispiel – mit Sensibilisierungs- und Informationsangeboten am „Nachfolgetag“. In Sachsen ist der „Nachfolgetag“ in die „Aktionstage Unternehmensnachfolge“ eingebunden, die vom 11. bis 22. Juni 2018 stattfinden.
Information für Journalisten:
Journalisten sind herzlich zu den Veranstaltungen am Nachfolgetag eingeladen. Detaillierte Informationen zu allen fünf Veranstaltungen finden Sie unter www.fortsetzung-folgt.de.
Ansprechpartnerin im Fachbereich:
Franca Heß, Tel. 0371 6900-1310, E-Mail: franca.hess@chemnitz.ihk.de