PM 56 | 11.06.2019

Ende der Russlandsanktionen

Sächsische Wirtschaft begrüßt Initiative des Ministerpräsidenten
Das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF), das am Samstag zu Ende ging, setzt für die Wirtschaft insgesamt und natürlich auch für Sachsen positive Signale.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterzeichnete mit seinem russischen Amtskollegen Maxim Oreschkin eine Absichtserklärung für eine Effizienzpartnerschaft, Siemens hat einen Großauftrag über mehr als eine Milliarde Euro unterschrieben und der sächsische Ministerpräsident sprach sich für ein Ende der Sanktionen aus. „Als sächsische Industrie- und Handelskammern begrüßen wir die Initiative des sächsischen Ministerpräsidenten im Interesse unserer sächsischen Wirtschaft“, so Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz im Namen der Landearbeitsgemeinschaft der IHKs im Freistaat Sachsen. „Seit der Einführung der Sanktionen vor gut fünf Jahren hat die sächsische Wirtschaft kontinuierlich Boden im russischen Markt verloren.“
Tatsächlich ist der sächsische Mittelstand stark von der Situation betroffen. Im Länderranking der wichtigsten Außenwirtschaftspartner des Freistaats lag die Russische Föderation 2018 nur noch auf Platz 17 – von einst Platz 6 im Jahr 2012!
„Wir halten es grundsätzlich für wichtig, dass man mit neuen Kooperationsangeboten versucht, die Negativ-Spirale in den Beziehungen mit Russland zu überwinden und eine positive-Entwicklung vorantreibt. Auch eine durch Sanktionen bedingte einseitige Orientierung Russlands nach China liegt nicht in unserem wirtschaftlichen Interesse“, argumentiert der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter.
Bereits im Frühjahr 2016 hatten alle drei sächsischen Industrie- und Handelskammern in einem Positionspapier die Politik zum Ausstieg aus der Sanktionsspirale aufgefordert. Die Exporte sind seit Einführung der Sanktionen auf rund ein Drittel geschrumpft.
Statistik: Sachsen exportierte 2018 Waren im Wert von ca. 537 Mio. Euro nach Russland, bei Importen aus Russland betrug der Gesamtwarenwert 263 Mio. Euro. Damit waren die Exporte immer noch rückgängig im Vergleich zu den Vorjahren. Die wichtigsten sächsischen Exportgüter sind Kraftwagen- und –teile, Papiererzeugnisse, pharmazeutische Artikel, Werkzeugmaschinen, Pumpen und Kompressoren.
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