PM 60 | 14.06.2019

Gute Gespräche und Wirtschaftskontakte bei „Business trifft Afrika“

Es war die 6. Veranstaltung „Business trifft Afrika“, zu der die Industrie- und Handelskammer Chemnitz gemeinsam mit dem Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich am 19. Juni in die IHK nach Chemnitz eingeladen hatte.

Traditionell kommen dazu Botschaftsvertreter afrikanischer Länder nach Chemnitz, um sächsische Unternehmer zu treffen. Den Stellenwert dieser Veranstaltung sieht man an der hohen Zahl von Botschaftern und Botschafterinnen, die persönlich bei „Business trifft Afrika“ dabei sein wollen. In diesem Jahr nahmen Botschaftsvertreter von 18 afrikanischen Ländern sowie 160 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik an der Veranstaltung teil.
Viele von den afrikanischen und deutschen Teilnehmern kennen die Veranstaltung aus den Vorjahren und nutzten die Veranstaltung, Kontakte zu erneuern bzw. zu knüpfen und Wege für ihre Geschäftsideen zu sondieren. Nach der Freigabe des Entwicklungsinvestitionsfonds für die Länder des „Compact with Africa“ durch die Bundesregierung waren für die Unternehmer die Informationen zu Finanzierung, Förderung und Absicherung von Geschäften mit afrikanischen Partnern von besonderem Interesse.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von IHK-Präsident Dr. h. c. Dieter Pfortner. Er sprach sich deutlich für eine Verbesserung der deutschen Exportgeschäfte mit Afrika aus:
“Afrikanische Märkte entwickeln sich dynamisch. Sie werden - über die Rohstoffwirtschaft hinaus – für die deutsche und natürlich auch für unsere sächsische Wirtschaft durch steigende Kaufkraft, durch Nachfrage nach deutschen Qualitätsprodukten und technischer Expertise zunehmend interessanter. Ebenso machen steigende Investitionen und innovative Angebote die Märkte attraktiver. Eine entwickelte Unternehmerschaft und Mittelschicht fragt nach Werkzeugen, Maschinen, Autos und Konsumgütern.”
 Weiterhin führte er aus:
Wir stehen nicht bei Null. Unsere sächsischen Unternehmen haben Erfahrungen in Afrika und anderen Entwicklungsländern, die gezielt genutzt werden können.  Es ist wichtig, in Afrika Arbeitsplätze zu schaffen, Investitionsanreize für die Unternehmen zu erhöhen und damit in die Weltwirtschaft einzubinden.  Um Arbeitsplätze zu schaffen braucht es aber die passenden Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen und Regierungen, die die Risiken vor Ort abfedern können.   
Die IHK Chemnitz wird weiter einen Fokus auf regionale afrikanische Märkte bzw. einzelne Länder legen. Wir möchten eine Plattform für Unternehmen bieten, auf der man sich für das Afrika-Geschäft austauschen, informieren und vernetzen kann.
Frank Heinrich, Mitglied des Deutschen Bundestages, betont eindringlich, dass es wichtig ist, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.
“Ich freue mich, dass mehr und mehr Brücken gebaut werden. Denn in einer globalisierten Welt haben wir keine Wahl: wenn wir die Zukunft gestalten wollen, die wir unseren Kindern überlassen wollen, geht es am besten Hand in Hand.”
Gastredner waren in diesem Jahr Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk. Schwerpunkte der Veranstaltung waren neben den Reden und Podiumsdiskussionen vor allem die direkten Gespräche mit den afrikanischen Gästen.
Erstmals besuchen Unternehmer aus Kamerun und Senegal als kleine Delegationen „Business trifft Afrika“ und knüpften Kontakte zu sächsischen Firmen.