PM 85 | 28.09.2018

IHK-Präsident verurteilt rassistische Hetze

Zum Jahresempfang der IHK Chemnitz am 28. September begrüßte IHK-Präsident Dieter Pfortner rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Als Festredner empfing er den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.
Präsident Pfortner verwies zunächst auf die solide wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Deshalb habe er wenig Verständnis für Zorn, Unzufriedenheit und Flucht in Selbstmitleid.
„Für uns Unternehmer heißt es immer wieder: Ärmel hochkrempeln und etwas unternehmen.“
Der Präsident ging dann auf die negativen Folgen der ausländerfeindlichen und nationalistischen Übergriffe Ende August in Chemnitz ein und fragte:
„Warum gerade Chemnitz? Warum gerade zu diesem Zeitpunkt? Warum wieder Ostdeutschland?“ Und er appellierte an die Anwesenden: „In Anbetracht unserer weltweiten Marktpräsenz heißt das aber auch vor allem für Weltoffenheit, Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit einzutreten. Das sind die Grundlagen unserer sozialen Marktwirtschaft!“
Im Anschluss sprach der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer zu den Gästen des Jahresempfangs. Er betonte in seiner Rede:
„Wenn es der sächsischen Industrie gut geht, geht es auch der hiesigen Wirtschaft gut. Und dann geht es Sachsen und den hier lebenden Menschen gut. Mit entscheidend ist auch, dass wir genügend Fachkräfte ausbilden und für einen Job bei uns begeistern. Auch deshalb ist es mir wichtig, die duale Ausbildung in Sachsen weiter zu stärken.“
In dem Zusammenhang lobte Kretschmer ausdrücklich die rund 2.300 ehrenamtlichen Prüfer im IHK-Bezirk Chemnitz, die pro Jahr insgesamt rund 16.000 Prüfungen abnehmen.
IHK-Ansprechpartner:
Hans-Joachim Wunderlich,
IHK-Hauptgeschäftsführer,
Tel. 0371 6900-1101/ -1102