PM 20 | 07.03.2017

Kundenwünsche als Innovationstreiber in der regionalen Wirtschaft

40 Prozent der Unternehmen führen in regelmäßigen Abständen neue Produkte und Dienst-leistungen ein. Meist reagieren sie dabei auf Kundenwünsche. Das ist das zentrale Ergebnis der Zusatzfragen zum Thema Innovation im eigenen Unternehmen im Rahmen der IHK-Konjunkturumfrage mit 672 teilnehmenden Unternehmen zum Jahresbeginn 2017.
Innovationen sind die maßgeblichen Treiber für Wachstum und Wohlstand und bestimmen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Die Stärke der Wirtschaftsregion Chemnitz liegt vor allem beim Mittelstand, der laut European Innovation Scoreboard über-durchschnittlich häufig Innovationen hervorbringt und intensiv mit anderen Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen kooperiert. Laut Umfrage führen 40 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen regelmäßig neue Produkte und Dienstleistungen ein. Diese Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage positiver ein und erwirtschaften öfter Gewinne. Bei rund einem Viertel beträgt der Abstand zwischen der Einführung neuer Produkte und Leistun-gen weniger als sechs Monate. Die Wünsche und Anforderungen der Kunden sind am häufigs-ten der Auslöser für Innovationen.
„Die Umfrageergebnisse beweisen die starke Kundenorientierung der Unternehmen. Kundenan-fragen sind der wichtigste Innovationstreiber. Luft nach oben besteht jedoch bei der Vernetzung der etablierten Wirtschaft mit der sächsischen Start-up-Szene. Als IHK versuchen wir, diese Mittlerrolle einzunehmen und werden das in Zukunft noch stärker tun“, fasst Christoph Neuberg, Geschäftsführer Industrie/Außenwirtschaft der IHK Chemnitz, die Ergebnisse zusammen.
Die wichtigsten Ergebnisse der IHK-Unternehmensbefragung zum Thema Innovation
  • Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen führen in regelmäßigen Abständen neue Produkte und Dienstleistungen ein. In der Industrie ist es jedes zweite Unternehmen
  • Davon führen 26 Prozent der Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen mit einem Abstand von weniger als sechs Monaten ein. Mehrheitlich beträgt dieser Zeitraum zwischen sechs und zwölf Monaten (58 Prozent).
  • Zentraler Auslöser von Innovationen sind Kunden (Kundenanfragen 69 %, Gespräche mit Kunden 40 %), Branchenanalysen (41 %), Visionen des Unternehmers (35 %) / Mitarbeiters (12 %) und neue Technologien (33 %). Für vier Prozent ist die Zusammenarbeit mit Start-Ups ausschlaggebend für Innovationsprozesse.
  • Rund 31 Prozent testen immer vorab ihre neuen Produkte und Dienstleistungen auf Marktfähigkeit. Ebenso so viele führen den Test gelegentlich aus, 17 Prozent selten und 21 Prozent nie.
Hintergrund: Im Kammerbezirk Chemnitz betreiben knapp 500 Unternehmen mit rund 4.300 Beschäftigten im FuE-Bereich kontinuierlich Forschung und Entwicklung. Zudem bieten rund 70 Forschungsinstitute und -dienstleister ihre Leistungen an.
Die IHK Chemnitz unterstützt aktiv Unternehmen und Gründer u. a. mit folgenden Leistungen:
  • Beratung zu gewerblichen Schutzrechten
  • Unterstützung bei Technologietransfers
  • Vermittlung von FuE-Kooperationen
  • Existenzgründerberatung
  • Technologiestammtisch
  • Finanzierungs- und Fördermittelberatung
  • Informationen zu digitalen Arbeits- und Produktionsprozessen