PM 95 | 24.10.2017

Sächsische Kammerkonferenz

Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Dresden und der Handwerkskammer Dresden trafen sich am 23. Oktober die Spitzen aller sechs sächsischen Wirtschaftskammern zur ersten Kammerkonferenz. Ziel ist es, gemeinsam die Kräfte zu bündeln und damit die Interessen und Themen der sächsischen Wirtschaft - insgesamt vertreten die sechs Kammern rund 291.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Freistaat - noch stärker einzubringen. Dafür wird sich der Kreis fortan regelmäßig treffen.
Im Fokus des gestrigen Treffens stand die Analyse der aktuellen politischen Situation in Sachsen. Dabei beschlossen die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der sechs Kammern ein gemeinsames Vorgehen bei der Themensetzung aus Sicht der Wirtschaft gegenüber der neuen Bundesregierung.
Zu den thematischen Schwerpunkten gehört das novellierte sächsische Schulgesetz, auf dessen schnellstmögliche Umsetzung die Kammern drängen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Stärkung der Oberschulen und eine zukunftsfeste Berufsschulnetzplanung. Auch die zukünftige Ausrichtung der Förderpolitik nach dem Auslaufen des Solidarpaktes und hinsichtlich fehlender Klarheit bei der EU-Förderpolitik - die aktuelle Förderperiode des Europäischen Strukturfonds endet 2020 - ist Bestandteil der gemeinsamen Agenda. Ein weiterer Kernpunkt ist die Stärkung des ländlichen Raumes, bei dem unter anderem das Thema Breitbandausbau eine entscheidende Rolle spielt.
Hintergrund:
Die sächsische Kammerkonferenz ist ein informelles Treffen der Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und zu Leipzig sowie der Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und zu Leipzig. Gemeinsam vertreten die sechs Kammern die Interessen von rund 291.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Freistaat Sachsen - 233.600 im Bereich der IHK und 57.400 im Bereich der Handwerkskammern.