IHK-Umfrage im Herbst

Im Kammerbezirk Chemnitz hat der Aufschwung an Breite gewonnen.
Neben den Konsumausgaben tragen im Vergleich zum Vorjahr das Auslandsgeschäft und die Investitionen stärker zum Wachstum bei. Beim Export kommen zusätzliche Impulse insbesondere aus der Eurozone.
Im Ergebnis bewerten die Unternehmen die Geschäftslage deutlich besser. Die Geschäftsaussichten liegen zwar geringfügig unter den Prognosen im Frühjahr, doch angesichts der guten Auftragslage bleibt die Stimmung hervorragend. Der Geschäfts-klimaindex, der gleichrangig die Einschätzungen zur aktuellen Lage sowie zu den Geschäftserwartungen abbildet, springt mit 136 Punkten auf ein neues Allzeithoch.
Der Großhandel und der Güterverkehr machen dank der starken Nachfrage den größten Sprung nach oben (von 38 auf 59 Saldopunkte). Am positivsten fallen jedoch die Einschätzungen im Bau (74 Punkte) und bei den Dienstleistern (65 Punkte) aus, hier spiegelt sich offensichtlich die starke Binnennachfrage am deutlichsten wider. Der private Verbrauch profitiert dabei insbesondere vom anhaltenden Beschäftigungs-aufbau sowie steigenden Löhnen und Gehältern. Der Bausektor wird zusätzlich durch niedrige Zinsen angeregt.
Mit Blick auf die Geschäftsrisiken bereit der Fachkräfteengpass den Unternehmen zunehmen Sorge. Mit 61 Prozent (Vorjahr: 53 Prozent) der Nennungen rangiert der Faktor ganz oben im Risikoradar der regionalen Wirtschaft. Laut Umfrage gelingt es jedem zweiten Unternehmen nicht, offene Stellen innerhalb von zwei Monaten zu besetzten. Bei den Risiken haben ebenfalls die Rohstoff- und Energiepreise mit aktuell 40 Prozent der Nennungen zugelegt.