Amtliches Verzeichnis für Liefer- und Dienstleistungen

Amtliches Verzeichnis beim DIHK vereinfacht die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen
Für Unternehmen, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen möchten, wird es durch die Modernisierung des Vergaberechts jetzt deutlich einfacher. Sie können sich ab dem 1. August bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) in ein amtliches Verzeichnis für präqualifizierte Unternehmen eintragen lassen.
Betriebe, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen wollen, müssen im Bieterverfahren ihre Leistungsfähigkeit nachweisen und darstellen, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Hierzu sind eine Reihe von Erklärungen und Dokumente notwendig, die von den Unternehmen ständig aktualisiert werden müssen. Ab 1. August 2017 können diese Nachweise deutlich einfacher erbracht werden. Die Unternehmen können sich in das von den IHKs eingerichtete und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag geführte amtliche Verzeichnis eintragen lassen.
Damit weisen sie nach, dass sie für einen öffentlichen Auftrag im Liefer- und Dienstleistungsbereich geeignet sind und dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Im Rahmen einer vorgeschalteten Präqualifizierung legen die Firmen einmal jährlich die notwendigen Nachweise vor. War die Präqualifizierung erfolgreich, überprüft die IHK die Unterlagen und trägt das Unternehmen ins amtliche Verzeichnis ein. Jeder öffentliche Auftraggeber muss diese Eintragung anerkennen, soweit ihm nicht eigene negative Erkenntnisse vorliegen.
Zudem ist die Eintragung auch mit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) verknüpft, so dass auch hier das Unternehmen beim Ausfüllen der EEE entlastet wird. Auch bei nationalen Vergaben soll das amtliche Verzeichnis Anwendung finden.
Den Link zum Onlineantrag sowie der Liste der einzureichenden Unterlagen finden Sie nebenstehend.