Sächsisches Fachkräftemonitoring 2018

Die sächsische Wirtschaft bewertet die Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt mehrheitlich positiv. Die Unternehmen erwarten eine steigende Arbeitskräftenachfrage. Insbesondere der Bedarf an (hoch-)qualifizierten Fachkräften steigt. Der aktuelle Fachkräfteengpass verschärft sich folglich noch weiter.
Das sind die zentralen Erkenntnisse des aktuellen Fachkräftemonitorings der sächsischen Kammern (IHKs und HWKs), an der sich 1.173 Unternehmen mit rund 59.000 Beschäftigten beteiligten.
Im Mittelpunkt der Erhebung stehen neben der Digitalisierung und den Fachkräftebedarfen die betriebliche Personalarbeit, die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer sowie die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.
Bereits heute suchen die Unternehmen händeringend Personal. Bei kleinen Unternehmen bestehen die größten Stellenbesetzungsprobleme. Facharbeiter und Gesellen sind aktuell die mit Abstand am häufigsten gesuchten Qualifikationen. Trotz steigender betrieblicher Investitionen in die Personalarbeit und die Mitarbeiterbindung bleibt jede zweite Stelle länger als sechs Monate unbesetzt. Kurz- und mittelfristig wird sich diese Entwicklung durch weitere Altersabgänge, fehlende Passfähigkeit der Bewerber, ineffiziente Schulbildung und die Digitalisierung weiter verschärfen.
Hintergrund:
Seit 2001 führen die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie Handwerkskammern (HWKs) regelmäßig das Fachkräftemonitoring durch. Ziel ist es, durch eine repräsentative Umfrage in den Unternehmen aller Branchen und Betriebsgrößen die aktuelle Fachkräftesituation in der sächsischen Wirtschaft zu erfassen. Daraus abgeleitete Hinweise und Empfehlungen sollen insbesondere Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, aber auch Unternehmen für die Herausforderungen am Arbeitsmarkt sensibilisieren.