Business Improvement Districts (BIDs)


Business Improvement Districts (BIDs) - Perspektiven auch für Städte in Deutschland und Sachsen
BIDs sind Gemeinschaften von Geschäftsleuten und Grundstückseigentümern eines abgegrenzten Gebietes innerhalb einer Stadt, die sich in Eigeninitiative zusammenschließen. Ziel ist es, während eines befristeten Zeitraumes (max. 5 Jahre) die Standortqualität durch den Einsatz privat erbrachter Gelder zu verbessern.
Das Konzept der BIDs bzw. Standortgemeinschaften rückte in den letzten Jahren international und auch in Deutschland ins Blickfeld vieler Akteure, die sich mit Fragen des Stadtmarketings befassen und angesichts leerer öffentlicher Kassen immer mehr mit den begrenzten Möglichkeiten zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklungsimpulse für die Stadt- und Stadtteilzentren auseinandersetzen müssen. In Deutschland gibt es BID-Gesetze inzwischen in zahlreichen Bundesländern, darunter im Freistaat Sachsen.
Der Sächsische Landtag beschloss 2012 ein "Sächsisches Gesetz zur Belebung innerstädtischer Einzelhandels- und Dienstleistungszentren (Sächsisches BID-Gesetz - SächsBIDG)". Das BID-Gesetz soll Immobilieneigentümern und Gewerbetreibenden die Möglichkeit geben, auf eigene Initiative Verbesserungsmaßnahmen in Innenstädten bzw. in ihrer Geschäftsstraße oder ihrem Quartier in zentralen Lagen durchzuführen, um diese attraktiver und lebendiger zu gestalten. Dabei kann das organisierte und im Rahmen einer kommunalen Satzung eingerichtete BID (Innovationsbereich) helfen, auch so genannte „Trittbrettfahrer“ mit einzubeziehen.
Die sächsischen IHKs hoffen auf eine rege Anwendung der damit eröffneten Form einer Partnerschaft zwischen Kommunen und privaten Akteuren. Als Hilfestellung für BID-Initiativen wurde ein Handlungsleitfaden mit Tipps zur Anwendung des Sächsischen BID-Gesetzes erstellt.