Positionspapier zum Fachkräftemonitoring 2018

Positionspapier des IHK-Fachkräfteausschusses zum Fachkräftemonitoring 2018
In erster Linie ist die Personalarbeit Aufgabe der Unternehmen. Angesichts der aktuellen demografischen Entwicklung braucht es allerdings verstärkte Aktivitäten aller Arbeitsmarktakteure. Insbesondere kleine Unternehmen benötigen Unterstützung bei der Fachkräftesicherung. Diese aber auch die Wirtschaft insgesamt profitieren von besseren Rahmenbedingungen in der (Berufs-) Bildung, bei der qualifizierten Zuwanderung und der Steigerung der regionalen Standortattraktivität.
Aus Sicht des IHK-Fachkräfteausschusses müssen folgende Aspekte zur Sicherung der Fachkräfte dringend umgesetzt werden:
  • Erstklassige Bildung im Freistaat gewährleisten
  • Wahrnehmung und Attraktivität der Berufsausbildung stärken
  • Unterstützungsangebote auf kleine Unternehmen zuschneiden
  • Standortattraktivität erhöhen
  • Hürden bei der Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitern abbauen
  • Digitalisierung der Arbeitswelt proaktiv gestalten
Für diese Herausforderungen sind verbindliche Ziele und Maßnahmen mit konkreten Verantwortlichkeiten im Rahmen der geplanten Fachkräftestrategie 2030 der Sächsischen Staatsregierung zu formulieren.
Hintergrund:
Der Fachkräfteausschuss der IHK Chemnitz setzt sich aus Geschäftsführer(innen) und Personalverantwortlichen aus den regionalen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zusammen. Den Vorsitz haben Franziska Neubert, Personalleiterin in der 3D-Micromac AG in Chemnitz, und René in der Stroth, kaufmännischer Leiter der IMM electronics GmbH in Mittweida. Im Auftrag der IHK-Vollversammlung diskutiert der Fachkräfteausschuss Lösungsvorschläge für die Fachkräftesicherung und drängt auf eine Umsetzung in den Verantwortungsbereichen der Politik.
Als Fachstrategie für alle fachkräftebezogenen Themen wird die bestehende Fachkräftestrategie 2020 zur Fachkräftestrategie 2030 weiterentwickelt. Das Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr konkretisiert diese in einem breiten Beteiligungsprozess bis Ende 2018. Geplant ist u.a. ein Strategieforum am 20. September 2018.