Förderung unternehmerischen Know-hows

Das Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die bereits gegründet sind. Als Gründungsdatum zählt bei gewerblich Tätigen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei Freiberuflern die Anmeldung beim Finanzamt. Wenn Beratungsbedarf vor einer Gründung besteht, kann dieser mittels der Gründungsberatung der Sächsischen Aufbaubank gedeckt werden.
„Das Programm „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.“

Antragsvoraussetzungen

Das Programm richtet sich an
  • junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden - unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Förderinhalt für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen

Folgende Beratungsschwerpunkte sind förderfähig:
1. Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
2. Spezielle Beratungen: Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die
  • von Frauen oder
  • von Migrantinnen/Migranten oder
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden und/oder
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiter/innen mit Migrationshintergrund
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiter/innen mit Behinderung
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Förderung von Unternehmen in Schwierigkeiten

Diese Unternehmen können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung erhalten.
Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen. Diese Begrenzung gilt nicht für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten. Hier kann die Maßnahme über den gesamten Förderzeitraum (maximal 6 Monate) durchgeführt und abgerechnet werden.

Förderhöhe

UnternehmensartBemessungs-
grundlage
Fördersatzmaximaler Zuschuss
Junge Unternehmen, die
nicht länger als 2 Jahre am Markt sind
4.00080%3.200 Euro
Bestandsunternehmen
ab dem 3. Jahr nach der Gründung
3.00080 %2.400 Euro
Unternehmen in Schwierigkeiten3.00090 %2.700 Euro
Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Der Förderzeitraum umfasst maximal 6 Monate.

Beraterauswahl

Selbstständige Beraterinnen und Berater bzw. Beratungsunternehmen müssen über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qalitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Die Registrierung der Beratungsunternehmen, die im Rahmen des Förderprogramms tätig werden wollen, erfolgt auf dem BAFA-Portal. Der Qualitätsnachweis muss spätestens zu dem Zeitpunkt vorliegen, zu dem das BAFA über die Bewilligung des Zuschusses entscheidet. Bereits gelistete und freigeschaltete Berater werden zeitnah in das neue System migriert und erhalten automatisiert vom BAFA entsprechende Registrierungslinks.

Antragsverfahren

1. Vor Antragstellung müssen Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner (IHK oder HWK) führen. Bestandsunternehmen ist dies freigestellt. Anschließend erhalten Sie vom Regionalpartner ein Bestätigungsschreiben.
2. Nach Erhalt des Schreibens ist binnen drei Monaten der Antrag online über die Antragsplattform des BAFA zu stellen. Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das zu beratende Unternehmen.
3. Die Leitstelle prüft die formalen Fördervoraussetzungen und versendet ein Informationsschreiben mit einer unverbindlichen Inaussichtstellung auf die Förderung.
4. Nach Erhalt des Informationsschreiben kann der Beratungsvertrag geschlossen werden. Dieser gilt als Beginn der Beratung.
5. Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss der Leitstelle (für die IHK's ist dies der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK) der Verwendungsnachweis ebenfalls online über die Antragsplattform des BAFA eingereicht werden.
Der Antragstellende muss im Rahmen des Förderverfahrens mindestens die Zahlung seines Eigenanteils nachweisen. Der Eigenanteil ist die Differenz zwischen den förderfähigen Beratungskosten und dem zu erwartenden Förderzuschuss (siehe Tabelle).
Die Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach abschließender Prüfung durch das BAFA. Der Zuschuss wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.
Weitere Informationen zum Förderprogramm "Förderung unternehmerischen Know-hows" können Sie in unserem Merkblatt nachlesen, auf der Internetseite des BAFA sowie bei der Leitstelle (DIHK) unter www.dihk.de/beratungsfoerderung.