DIHK-Gründerreport 2019

Trotz regen Gründungsinteresses – der  Funke zündet nicht
Mit dem DIHK-GRÜNDERREPORT legt der DIHK jährlich eine Einschätzung der IHK-Organisation zum Gründungsgeschehen in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen in Deutschland vor. Grundlage für die DIHK-Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Existenzgründungsberater aus den 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice.

Insgesamt fußt der DIHK-Gründerreport 2019 auf über 200.000 Kontakten von IHK-Existenzgründungsberatern mit angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern aus Einstiegsgesprächen, Beratungen, Seminaren und Gründertagen. Im Jahr 2019 wird der Report ergänzt durch eine Befragung der IHKs und des DIHK zu Empfehlungen an die Politik, der rund 300 Antworten von Gründern zugrunde liegen.

Im deutschsprachigen Raum ist keine andere Auswertung bekannt, die sich auf eine vergleichsweise hohe Zahl von Erfahrungen von Gründerinnen und Gründern stützt.
Die Kernaussagen fasst DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben zusammen:
„Eigentlich könnte sie kommen, die Gründerwelle. Immer mehr Menschen können sich den Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen. So kamen im letzten Jahr 28 Prozent mehr Teilnehmer zu den IHK-Seminaren zur Unternehmensgründung als im Vorjahr. Aber die Welle verebbt, bevor sie in Fahrt kommt. Denn es sinkt zugleich die Zahl derer, die auch anschließend Nägel mit Köpfen machen, ein konkretes Geschäftskonzept erstellen und mit ihrer IHK besprechen. Dies tat zuletzt nur jeder zweite Teilnehmer an IHK-Gründertagen.

Vor vier Jahren waren es noch 92 Prozent. Die Gründer in spe nennen auch die Gründe: 57 Prozent berichten von zu viel Bürokratie etwa bei Genehmigungen, bei der Umsetzung der DSGVO, bei Steuern und Förderanträgen. Viele beklagen auch schlechtes Internet und einen zu komplizierten Zugang zu öffentlichen Fördermitteln.

Deshalb ist jetzt die Politik am Zug: Wir brauchen dringend virtuelle One-Stop-Shops, bei denen Gründer alle Formalien rasch online erledigen können. Bei der DSGVO sind klare Checklisten und ein guter Schutz gegen missbräuchliche Abmahnungen gefragt, wie ihn ja die Bundesregierung nun auch anstrebt.

Um das große Start-up-Potenzial Deutschlands zu heben, brauchen wir auch in der Fläche überall schnelles Internet. Für Investoren sollten steuerliche Hürden bei Beteiligungen an Start-Ups abgebaut werden, damit gute Ideen auch wachsen können.“
Den kompletten DIHK-Gründerreport 2019 finden Sie als pdf-Download auf der rechten Bildschirmseite. Die IHK Chemnitz unterstützt Sie gerne mit einem umfangreichen Beratungsangebot bei Ihrem Gründungsvorhaben!